Samstag, 30. Juni 2007

Verschlafen, unser erster Streit und Entschluss, dass für die nächsten Tage jeder sein Ding macht…

Da wir uns am vorhergehenden Tag geeinigt hatten eine neue Unterkunft zu beziehen, mussten wir spätestens 10:00 Uhr das Ressort verlassen. Leider klingelte der Wecker nicht und wir wachten erst 15 Minuten vor 10:00 Uhr auf. Der Tag fing also beschissen an, da wir beide einen Kater hatten und ohne zu Duschen das Zimmer in einer Hauruckaktion verlassen mussten. Beim Frühstück kam es dann zu einem kleinen Streit und wir beschlossen, dass in folgenden Tagen erstmal jeder sein Ding für sich macht. Die Einzelheiten möchte ich hier an dieser Stelle nicht erläutern, aber wenn man schon fast 2 Monate jeden Tag miteinander verbringt und alles teilt, braucht man auch mal Zeit für sich. Hinzukommen ein paar Macken, die jeder von uns Beiden besitzt und so weiter. Tilo hat das auf seinen Blog ganz gut auf den Punkt gebracht.

Wir bezogen noch gemeinsam für eine Nacht unser neues Hotel, aber erkundeten schon getrennt die Insel. Abends sollte dann die Entescheidung fallen, wie es nun weiter geht. Ich fuhr zunächst mit dem Moped die Insel ab und fand auch ein paar super Strände. Ein Strand befand sich mitten in einer Bucht und war ideal zum Baden. Weit und breit keine Leute und kristallklares Wasser. Nach dieser schönen Erfrischung fuhr ich weiter in Richtung Norden der Insel fand noch weitere schöne Strände zum Baden. Bei dem letzten Strand lag eine kleine Sandbank ungefähr 30 Meter vom Strand entfernt im Wasser. Ich wollte unbedingt dorthin laufen, aber schon nach wenigen Metern machten mir meine Flip-Flops einen Strich durch die Rechnung. Mein linker Schuh ist kaputt gegangen. Toll dachte ich, erst lasse ich den armen Philippino den ganzen Mall nach übergroßen Flip-Flops absuchen und schon nach wenigen Wochen geben sie den Geist auf. Das war aber nicht das einzige Problem, denn nun musste ich ohne Schuhe mit dem Moped zurückfahren und mir neue Schuhe besorgen. In der nächsten Stadt angekommen machte ich mich also zu Fuss auf die Suche nach neuen Schuhen. Allerdings ohne Erfolg. In allen Schuhläden hörten die Schuhe zwischen Größe 10 und 12 auf. Ich benötige aber die 14. Also ging es zurück zum Hotel und zum Glück hatte ich noch ein paar feste Schuhe eingepackt.

Als ich das Moped abgegeben hatte traf mich mit Tilo am Strand und wir redeten über das weitere Vorgehen.

Der Plan sah folgender Maßen aus... Treffpunkt sollte am 08.07.2007 in Kuala Lumpur am Flughafen sein. Bis dahin kann jeder sein Ding machen und sich auf eigene Faust durchschlagen.

Freitag, 29. Juni 2007

Letzter Tag in Bangkok, Nachtfahrt nach Koh Samui und Party am Strand…

28.06.2007 / 29.06.2007

Gegen Mittag hatten wir im Hotel ausgecheckt und unsere Sachen bunkern lassen. Schließlich wollten wir den letzten Tag in Bangkok ohne unsere schweren Rucksäcke genießen. Wir hatten im Reisführer über den bekannten Blumenmarkt in Bangkok gelesen und dort sollte es mit dem Boot auch als erstes Hingehen. Der Markt lag mitten in China-Town und zog sich durch mehrere Straßen und Hallen. Im Angebot gab es nicht nur Blumen sondern auch jede Menge frisches Obst und Gemüse. Da wir die meisten einheimischen Obstsorten schon alle probiert hatten, kauften wir uns diesmal ein Bündel Möhren. Keine Ahnung warum, aber es war wahrscheinlich der Heißhunger auf ein deutsches Gemüse. Für uns war es auch relativ normal, aber die Einheimischen fanden das alle ziemlich lustig. Wir mussten uns die ganze Zeit anhören…They eat carrots, als ob das unnormal oder abartig wäre.
Nach dem Markt wollten wir uns eigentlich noch den schwimmenden Markt von Bangkok anschauen, aber uns war die Bootsfahrt zu teuer und wahrscheinlich hätten wir dann auch unseren Bus nach Koh Samoi verpasst.


Der Bus fuhr 20:00 Uhr in der Nähe unserer Unterkunft ab. Die Fahrt dauerte 14 Stunden und war doch sehr anstrengend für uns. Noch auf dem Festland vor der Überfahrt zur Insel hatten wir eine Unterkunft klar gemacht. Gegen 10 Uhr legte dann endlich die Fähre auf der Insel an und wir wurden mit einem Kleinbus zur Unterkunft gebracht. New Hut, so der Name des Ressorts, lag direkt am Strand. Wir bezogen eine kleine Bambushütte und schauten uns danach zunächst in der Gegend um. Leider waren wir etwas enttäuscht, da der Strand nicht so super aussah wie auf Koh Chang und es lag ein wenig Mallorca Flair in der Luft. Es gab zu viele Touris, übers Meer wurde mit Jetskis geheizt und aus den Hotelanlagen dröhnte laute Musik. Aus diesen Gründen hatten wir uns entschlossen ein Moped auszuleihen und nach einer anderen Unterkunft und natürlich einen besseren Strand zu suchen. Wir fanden auch ein paar Kilometer weiter einen anderen Strand wo zwar genauso viel los war, aber er dennoch einen besseren Eindruck auf uns machte.


Abends saßen wir gemütlich beim Essen und hörten schon in der Ferne laute Partymusik. Nach dem Essen wollten wir der Sache auf den Grund gehen und wussten ehrlich gesagt nicht, was uns erwarten würde. Nach wenigen Gehminuten am Strand standen wir schließlich vor einer Mega-Strandparty. Wir hatten keine Ahnung was der Anlass war, aber es war alles umsonst. Es gab ein großes Buffet und Bier en masse. Eine Bühne war ebenfalls aufgebaut auf der es Livemusik und Showdarbietungen gab. Erst bei genauerem Hinsehen stellten wir fest, dass sich nur Lady-Boys auf der Bühne tummelten. Scheiße dachten wir, schon wieder eine Schwulenparty… Aber es war der Geburtstag eines Hotelmanagers mit alle seinen umgepolten Freunden. Wir saßen zunächst am Tisch mit ein paar Einheimischen und verfolgten das bunte Treiben auf der Bühne. Nach einer Weile lernten gesellte sich noch eine amerikanische Lehrerin zu uns es fing an so richtig Spass zu machen. Wir plauderten über alles Mögliche und irgendwann landeten wir schließlich auch auf der Tanzfläche und tanzten mit den Lady-Boys um die Wette. Gegen Ende gab es auch wieder Karaoke und jeder der mich aus Halberstadt kennt, kennt meine Vorlieben für das Lied „Wonderwall - Oasis“. Es war wieder mal soweit und ich wollte meinen Song zum Besten geben. Leider machte der DJ nicht mit, da er das Lied nicht in seiner Abspielliste hatte. Also das gleiche Spiel wie im Halberstädter Cafe Canape, nur das dort immer die Möglichkeit hatte den Song live zu singen. Nur diesmal sollte es nicht klappen…

Mittwoch, 27. Juni 2007

Sightseeing Bangkok, Skorpion vernascht…

1. Tempelanlagen
2. Palast
3. Bootsfahrt
4. Nobeleinkaufsviertel Siam
5. Mall mit gefälschten Klamotten wie bei den Tschechen

Nach der doch sehr anstrengenden Sightseeing Tour durch Bangkok gönnten wir uns Abend wiedermal ein Bierchen und leider blieb es nicht nur bei einem Bier. Am Ende hatten Tilo und ich schon leicht einen am Turm und bei unserem jugendlichen Leichtsinn hatten wir die spontane Idee verrückte Sachen zu essen. Tilo setzte sich in die Spur und nach einer Weile brachte er auch tatsächlich einen Beutel mit kleinen Tierchen. Im Angebot waren folgende Leckereien: - Skorpione - Heuschrecken - Maden Wir fackelten nicht lange und stürzten uns sofort auf den Skorpion. Besser gesagt, was tut man nicht alles, wenn eine Kamera im Spiel ist. Der Skorpion war natürlich ohne Stachel, sonst hätten wir ihn auch nicht gegessen. Allerdings ist es schwer zu beschreiben, wie der typische Skorpiongeschmack in Wirklichkeit ist, da er in Sojasauce eingelegt war und folglich auch nur nach Sojasauce schmeckte. Auf alle Fälle war er schön Kross. Bei der Heuschrecke hingegen schmeckte man zumindest das tierische Eiweiß und sie war schön knusprig. Am Besten fanden wir jedoch die Made, da sie trotz ihrer Größe den meisten Fleischanteil besaß.


Andreas hatten wir übrigens auch im Krankenhaus besucht. Er hatte das absolute Nobelzimmer bezogen mit Flachbildschirm, Couchecke und einem großen Badzimmer. Er war auch schon auf einem guten Weg der Besserung, nur seine Haut sah noch total mies aus und seine Leber zeigte nicht die besten Werte. Dies könnten aber auch die Spätfolgen seines übermäßigen Alkoholkonsums von Laos sein.

Dienstag, 26. Juni 2007

Fahrt nach Bankok

Die Fahrt nach Bangkok dauerte 8 Stunden. Tilo hat wieder die ganze Zeit geschlafen und nichts von den schönen Gegenden mitbekommen. Auch die coole Skyline von Bangkok hatte er leider verpasst. Eine Unterkunft fanden wir im Backpacker-Viertel auf der Kosaon Road. Das ist voll die Partymeile mit vielen Bars, Guesthouses, Straßenständen und Geschäften. An diesem Abend hatten wir noch 3 englische Studenten kennengelernt. Alles Rugbyspieler und demzufolge richtig stämmige Typen. Mit ihnen sind wir dann den ganzen Abend um die Häuser gezogen.


Montag, 25. Juni 2007

Schade…Letzter Tag auf Koh Chang…

Da wir die Mopeds noch bis Mittag ausfuhren konnten, haben wir uns entschlossen den Norden der Insel zu begutachten. Leider regnete es anfangs wie aus Gießkannen. Zum Glück hatten wir die Badehose und eine Regenjacke an. Im Norden fanden wir jedoch bei Weitem nicht so schöne Strände wie im Süden der Insel. Aber umso mehr konnten wir die schöne Natur genießen. Nach Abgabe der Mopeds legten wir noch einen Strandtag ein. Die Sonne war zwar kaum zu sehen, aber dafür gab es jede Menge Wellen. Wie zwei kleine Kinder haben wir uns im Wasser ausgetobt und der Sand steckte anschließend in fast allen Poren.
 

Sonntag, 24. Juni 2007

Mopedtour durch die Insel…

Der Tag könnte eigentlich nicht viel besser beginnen: - Morgenspaziergang am Meer - eine Runde schwimmen - Frühstück auf der Terrasse mit Blick auf´s Meer Tilos Medikamente haben ganz gut angeschlagen und deshalb hatten wir uns entschlossen ein Moped für den ganzen Tag auszuleihen.

Los ging es mit einem Automatikroller in den Süden der Insel. Die ersten Kilometer waren etwas ungewohnt, da in Thailand englische Verhältnisse (Linksverkehr) herrschen. Unser erster Halt, der Koh Chang Nationalpark, war schon nach wenigen Fahrminuten erreicht. Wir haben uns wieder mal durch einen Dschungel geschlagen, um einen riesigen Wasserfall anzuschauen. Der Weg zum Wasserfall war uns nicht ganz geheuer, da es in der Gegend Schlangen und andere ekelhafte Tiere gibt. Aber es lohnte sich auf alle Fälle. Wir sahen einen ca. 30 Meter hohen Wasserfall und konnten uns in der Wasserstelle ordentlich abkühlen. Nach der schönen Abkühlung ging es dann weiter in Richtung Süden. Wir steuerten so gut wie jeden Strand an und stellten fest, je kleiner die Strände wurden, desto größer wurde unser Südseefeeling.


Am Lonely-Beach (die Bezeichnung wird dem Namen gerecht) hatten wir uns dann ein Kajak ausgeliehen und sind zu einer unbewohnten Insel gepaddelt. Dabei fühlten wir uns wie Robinson Crusoe. Auf der Weiterfahrt mit dem Moped in Richtung Small Laguna lernten wir an einer Brücke 3 Einheimische kennen. Sie veranstalteten eine kleine Rumparty und für uns gab es kein Vorbeikommen, ohne ein Glas Rum geleert zu haben. Das wir mit dem Moped unterwegs waren juckte sie wenig. Also mussten wir uns dem Alkohol hingeben und ein volles Glas Rum austrinken.


Danach waren alle glücklich und ich musste mich sogar noch von dem einen Typen auf die Wange küssen lassen. Leider konnten wir uns den Big Laguana Beach nicht mehr anschauen, da die Strecke gesperrt war. Der Tag jedenfalls hatte total viel Spass gemacht. Die Mopeds, auch wenn es nur kleine Roller waren, haben auf der Geraden bis zu 100 km/h geschafft.

Samstag, 23. Juni 2007

Scheiß Tag, Sorry!!!

Nach dem Frühstück musste ich Andreas mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus schaffen. Zum Glück gibt es hier auf der Insel eine internationale Klinik mit einer deutschsprachigen Krankenschwester. Er wurde auch sofort untersucht mit Verdacht auf Dengue Fieber. Nach einer Stunde warten hat sich dann dieser Verdacht auch leider bestätigt. Da Tilo nahezu die gleichen Symptome wie Andreas aufweist, habe ich beschlossen, ihn ebenfalls ins Krankenhaus zu schaffen. Auch bei ihm stand als Diagnose Dengue Fieber fest. Allerdings in einer abgeschwächten Form, so dass er nicht im Krankenhaus beleiben musste. Bei Andreas sah die ganze Sache schon etwas anders aus. Er wurde noch am gleichen Vormittag mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus nach Bangkok gefahren und soll dort erst mal eine Woche bleiben. Der Tag war für uns alle also gelaufen. Am Rande: Andreas musste für die Erstuntersuchung und die anschließende Fahrt ins Krankenhaus 1000 € vorstrecken. Ich bin mal gespannt, was für Kosten in Bangkok noch auf ihn zukommen.