Samstag, 9. Juni 2007
Erdbeben in Manila, Werbung fuer Whitening Creme, Einladung bei
Freitag, 8. Juni 2007
Besuch der University of the Philippines
Tilo und Ich sind zu dem Entschluss gekommen, nach einer Ausweich-Uni zu schauen. Schliesslich brauchen wir demnaechst unsere Visaverlaengerung, aber die Ateneo kommt ja nicht zu Potte. Ausserdem gefallen uns die angebotenen Kurse an der Ateneo nicht. Die meisten Kurse die es urspruenglich gab, werden nicht mehr angeboten, so dass wir eben Kurse nehmen muessten, die uns nicht sonderlich gefallen. Aus diesem Grund hatten wir uns auf den Weg zur University of the Philippines gemacht und wollten uns zunaechst ueber das Kursangebot informieren. Dabei ist uns sofort das Department of Public Administration ins Auge gefallen, da es annaehernd der gleiche Studiengang wie bei unserer FH ist. Also gingen wir zum Department und sprachen bei der Dekanin vor. Wir erlaeuterten ihr unser Anliegen und berichteten ihr auch von den Problemen und Schwierigkeiten an der Ateneo. Da die beiden Unis im direkten Konkurrenzkampf zueinander stehen, war sie natuerlich sofort auf unserer Seite. Auch weil wir Deutsche sind und ihre Tochter ebenfalls in Deutschland arbeitet. Sie gab uns also eine Kursliste und wir sollten uns vier Kurs aussuchen, die wir gerne belegen moechten. Die Kursliste war nahezu gleich mit uunseren Kursen. Auch hier gibt es beispielsweise das allgemeine Verwaltungsrecht, Haushalts- und Rechnungswesen sowie Organisation und Fuehrung. Sogar meine ehemalige Vertiefungsrichtung Projektmanagement wird hier angeboten. Jedenfalls suchten wir uns vier Kurse aus und sie schickte uns sofort zur Einschreibung. Dort erzaehlten sie uns was wir alles benoetigen und wenn es gut laeuft, koennen wir uns am Dienstag an der Uni einschreiben. Der Ateneo haben wir erst mal nichts von unserem Vorhaben erzaehlt. Aber ein schlechtes Gewissen plagt uns dennoch, denn gerade die Leute aus dem Buero of International Programms und auch andere Dozenten haben sich wirklich prima um uns gekuemmert. Und wenn wir jetzt einen Rueckzieher machen und dann auch noch zur direkten Konkurrenz wechseln, werden sie bestimmt erst mal enttaeuscht und vielleicht auch sauer sein.
We will see…
Am Abend waren wir mit Tina, Stefan, Christoph und ein paar Dozentinnen von der Univerity of the Philippines in einer coolen Musikbar und haben uns von einheimischen aber auch auslaendischen Klaengen berieseln lassen.
Mittwoch, 6. Juni 2007
Hip Hop Dance Festival und Besuch der Ausstellung „Deutschlandbilder“ im Goethe Institut

Dienstag, 5. Juni 2007
Buerokratie verfolgt uns bis auf die Philippinen…
Auch hier in Manila plagen uns Antragsschlachten und Genehmigungsverfahren fuer die Zulassung zum Studium. Unser Antrag auf Zulassung zum Studium laeuft nun schon ueber ein Jahr und immer wieder tauchen neue Probleme auf.
Es fehlen uns lediglich 2 Dokumente zur ersehnten Zulassung an der Ateneo de Manila University, aber Buerokratieblockaden werfen uns immer wieder zurueck. Hinzu kommt die nicht all zu grosse Unterstuetzung unseres Akademischen Auslandsamtes, denn es ist beispielsweise nicht moeglich eine uebersetzte Version von unseren gesamten Noten zu erhalten. (Transcript of Records)
Begruendung: Es handelt sich bei der Ateneo de Manila University nicht um eine Partnerhochschule und deshalb muessen wir uns selber darum kuemmern. Eigentlich schade, denn bei der Uni handelt es sich mit um eine der besten Privat-Uni’s auf den Philippinen und etwas mehr Engagement seitens des Akademischen Auslandsamtes wuerden den vielleicht zukuenftigen internationalen Hochschulbeziehungen nicht schaden. Aus diesen Gruenden sind wir gezwungen, uns selber ein Transcript of Records zu basteln und dieses bei der Deutschen Botschaft amtlich versiegeln zu lassen. Auch um die Uebersetzung unserer gesamten Kurse muessen wir uns selber kuemmern. Aber das ist eben sehr muehselig, denn wer kennt schon die Uebersetzung von Verwaltungslehre, Bau- und Umweltrecht, Sozialhilferecht, Semesteruebergreifendes Projekt usw. aus dem „ff“?!?
Mittlerweile haben wir es aber auch geschafft…mal sehen was die Botschaft dazu meint.
P.S. An dieser Stelle vielen Dank an Thomas Bors, Frau Raabe und Herrn Stember fuer die schnelle Zusendung der anderen Dokumente. Da erkennt man eben den Heimvorteil J
Am Abend hatte uns ein Hotelmanager aus der Schweiz auf ein Bierchen eingeladen. Er wollte sich bei mir bedanken, da ich ihm vor ein paar Tagen aus der Patsche geholfen hatte. Ich saß in einem Internetcafe als er mich total durcheinander um Hilfe bat. Er kam wohl aus Cambodia und hatte dort seinen letzten Job als Hotelmanager gekuendigt. Allerdings hatte er sein letztes Gehalt nicht erhalten und stand nun ohne einen Peso in Manila da. Nicht mal zum telefonieren reichte sein Geld. Deshalb gab ich ihm mein Handy, damit er nach Japan (ohne Erfolg) und Cambodia telefonieren konnte. Nach langem hin und her sollte er wohl seine ausstehenden Forderungen (6000 Dollar) erhalten. Heute war es soweit und er bekam seinen letzten Lohn. Aufgrund meiner Hilfsbereitschaft lud er uns ein und steckte mir noch zusaetzlich 500 Peso fuer meine Unkosten zu.
Aber ein komischer Kauz war das schon. Zumindest hatte er eine absolut unhoefliche Art gegenueber Auslaendern an sich und spielte sich auf wie der Koenig auf den Philippinen. Vielleicht hatten sie ihn auch aus diesen Gruenden zappeln lassen. Wer weiß…
Jump - Sektfruehstueck

Montag, 4. Juni 2007
Schuhekaufen ist eine Qual fuer mich!!!
Dies meine ich sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Fuer mich als kleiner „Schuhfetischist“ ist es hier in Manila wie im Paradies. Hier kann ich geile Schuhe zu relativ guenstigen Preisen bekommen. Wo wir nur hinschauen gibt es Schuhe, Schuhe und nochmals Schuhe. Die Sache hat nur einen kleinen Haken...meine Schuhgroesse als unschoener Nebeneffekt. Eigentlich benoetige ich die Schuhgroesse 14 (entspricht in Deutschland wohl der 47), aber die meisten Schuhe enden hier bei Groesse 12. Damit ich mir nicht, wie die Stiefschwestern bei Schneewittchen, meine Fusszaehen abschneiden muss, heisst es fuer mich suchen bzw. suchen lassen. Letzteres ist auch durchaus ernst gemeint, denn in den Geschaeften ist der Kunde wahrhaft der Koenig. Wenn wir ein Geschaeft betreten werden wir mit Hoeflichkeiten uebersaet und wenn wir etwas brauchen was nicht im Regal liegt, flitzen sie sofort los wie die Ameisen.
So auch bei meinen Schuhen...
Im Regal war ueberall nur die Grosse 12 anzufinden, aber ein Mitarbeiter hatte dummerweise die Aussage getroffen, dass sie auch die Schuhgroesse 14 haetten. Dementsprechend hatte ich ihn in die Spur gesetzt und er meinte nur: Yes Sir, no problem! Und schon rannte er los.
Samstag, 2. Juni 2007
Los ging es also in einer Kutsche und Rambo, so der Name des alten Gauls. Vorbei an der pompoesen US-Botschaft direkt an der Bay ging es zunaechst Richtung Hafen und China- Town. Der Hafen selbst hat uns allerdings nicht besonders beeindruckt, denn im Gegensatz zum Hamburger Hafen war hier tode Hose. China-Town hat uns da schon eher gefallen. Dort gab es einen besonderen Kontrast zwischen schaebigen Papp- und Wellblechhuetten, uralten Haeusern und den typischen chinesischen Bauten.
Trotz der Unannehmlichkeiten setzten wir unsere Besichtigung zu Fuss fort. Der Rizal-Park kam uns wie die gruene Lunge Manilas vor. Gruene Wiesen, Wasseranlagen, ein Chinesischer Garten und ein Japanischer Garten sind im Park anzufinden. Zentral im Park befindet sich das von Soldaten bewachte Rizal-Monument. Weiter ging unsere Route enlang des Sunset Boulevards vorbei an der schwerbewachten US-Botschaft bis zum Yachtclub am Fort Bonifacio. Der breite Fussweg am Meer gelegen waere eigentlich optimal zum Schlendern, wenn nicht ueberall der Gestank die Sinne vernebeln wuerde. Das Meer gleicht der reinsten Muellhalde.

